Donnerstag, 13. März 2008

Bauernjunge







Ja! Da simma wider!

Am 23.02. bin ich einfach mal auf ne Farm gefahren um zu "wwoofen"(arbeiten fuer kost und logi). Coomberdale heisst der Ort, gute 2 Stunden noerdlich von Perth. Naechste "Stadt" 20 km entfernt, namens Moora (etwa 2000 Einwohner). Kein Handyempfang im Umkreis von 200 km oder mehr! Die Farm heisst Cookalabi (wieder so'n aboriginewort "the path to water" oder so'n quatsch - pffff)

Aber hier bei den Topham Bros. hat man ja alles, was man braucht. Die Farm ist ein Familienbetrieb, gelfuehrt von den Bruedern Kim und David und deren Eltern Elizabeth und Leon.

Hab endlich mal wieder ein eigenes Bett / Zimmer und sehr gutes Essen! Zum Fruehstueck erstmal ne Knalle voll Mueslie, dann typisch englisch / australisch die Reste vom letzten Abendessen in der Mikrowelle warm gemacht mit Spiegelei, Toast und Marmalade (nein, nicht Jam, sonder Marmalade). Und neben Lunch und einem deftigen Dinner mit Fleisch, Gemuese und immer nem Dessert, Morning-Tea und Afternoon-Tea. Da ueberrascht es nicht, wenn ich erwaehne, dass die aelteren Tophams aus England eingewandert sind!

Obwohl im Wwoof-Buch stand, dass hier nur 4 Stunden arbeit am morgen und "help with the dishes" am abend verlangt werden, arbeite ich hier genauso viel, wie die Brueder, also Fulltime! und korrekt, wie ich bin, helf ich natuerlich trotzdem noch mi'm Abwasch ;D.Aber das schon ok, weil dann wirds nicht langweilig und die tage vergehen schnell.

ein typischer tag sieht so aus:

7:30 - Aufstehen, Fruehstueck stopfen, mit Kim zu den SCHWEINEN fahren, fuettern, die ganze Quaste aus dem Schweinestall saeubern (scheisse, pisse, totgeburten, und was sonst noch so bei ner geburt alles "geboren" wird) - DAT STINKT! und die fliegen! Junge! Da lebt der Beelzebub!

11:00 - Morning Tea mit fiesen Vegemite-Sandwiches oder auch was leckerem! Dann auf 5-10 km-entfernte Felder fahren und Schaafe umsiedeln, fuettern, zaeune reparieren.

13:00 - Lunch, und dann erstmal bis nachmittags schlafen!!

17:30 - Afternoon-Tea mit Cooooooookies! Dann knallhart "Rocks and sticks picking" (siehe Foto, ne, weisse ja!)

20:00 - Nachrichten gucken, wohlverdientes Bierchen trinken und auf "Tea" (=Abendessen, ne, ok!) freuen!

Desweiteren kann ich nur immerwieder sagen, dass das Wetter ein heisses ist. Was mir aber ziemlich egal ist, da es mir nichts ausmacht. Ja coool, Junge!
Was mein Auto angeht, weiterhin TOI TOI TOI und auf den Holzkopf klopf! - sag das mal ganz schnell hintereinander "Holzkopf klopf" HAHA! So, das reicht!
Hab hier vorn paar Tagen mal Motoroel gewechselt und den Luftfilter ausgebaut und gereinigt und somit gute $ 100 gespart.

Am 20.03. geht's wahrscheinlich wieder weiter. Naechstes Ziel ist Darwin. Aber bis dahin sind's noch n paar tausend Kilometer! Und bis zurueck nach Sydney sind's auch nur noch knapp 10.000 km! Ha, is ja nichts!

Dann klopft mal weiterhin auf Holz oder Metal oder meinetwegen auch Pudding, dass mein Auto keine Faxen macht und ich rechtzeitig wieder in die groesste Stadt des groessten Kontinents mit der geringsten Einwohnerzahl komme!

na, dann erstmal schuekkes so weit, ne!

-Domme

Sonntag, 10. Februar 2008

Ratt Nest und Hausmeister Willy






Ja Leute, es gibt mal wieder gar nicht so viel zu berichten.

Heute vor einer Woche war ich mit Luca, dem Italiener, und Danish, einem Pakistani-Deutschen, auf Rottnest Island.

Schoen frueh morgens los, um mit dem Zug nach Fremantle zu fahren und von da aus die Faehre Richtung Rottnest zu nehmen. Ganz backpacker-like: Sparen, wo man kann. Denn von Perth aus kostet die Faehre $ 14 mehr.

Vor Ort haben wir uns dann Fahrraeder (plus Helm, weil Pflicht) ausgeliehen und fast die ganze Insel auf 2 Raedern erkundet.Schooeeeen, so mit vielen einsamen Buchten und Streanden und ganz klarem Wasser. Habe mir einen Tag zuvor noch eine $ 25 Schwimmbrille fuer $ 5 gekauft. Wie? Wenn man die Preisschilder vertauscht, dann geht sowas! :D (ganz backpacker-like, halt!)

Aso, diese komischen Quokkas, die ja tatsaechlich aussehen wie eine Kreuzung zwischen Wallaby (Rocco's modernes Leben, ha manchmal voll daneben) und Ratte, haben wir auch gesehen.

Tagsdarauf, am Montag, hab ich dann auch endlich meinen bereits zweiten Job in Perth begonnen. Mal wieder Malochen auf'm Bau. Und wie! Die ganze Zeit nur 20 kg Zementsaecke und zig Kartons mit Fliesen auf den dritten Stock schleppen.
Und zwischendurch mit nem "Jackhammer" Loecher in die Backsteinwand Bohren. Bei den herrschenden Temperaturen von ueber 30 Grad eine schweisstreibende Angelegenheit.

Erschwerend kommt hinzu, dass mein "Boss" Schotte ist (heyhey, Hausmeister Willy) und ich seinem Kauderwelsch einfach kein einziges englisches Wort entnehmen kann. Diese Leute sprechen kein Englisch!
Das ist so, als wuerde man einem Japaner, der gerade deutsch gelernt hat, einen Bayern vorsetzen!

Am Donnerstag hat es dann wenigstens noch den ganzen Tag in Stroemen geregnet und ich musste diesesmal Kuechenmoebel in die einzelnen Appartments schleppen. Da hat sich dann bestaetigt, was ich die ganze Zeit schon befuerchtet habe: Und zwar dass ich diesen Schei*job einfach nicht mehr weitermache.
Am Freitag gabs dann erstmal nach der Arbeit ein paar Bierchen vom Chef und meine $ 600 Wochenlohn und danach war ich einfach nur froh da nicht mehr hin zu muessen.
Also entweder such ich mir jetzt (mal wieder) nen neuen Job, oder ich mach mich in den naechsten 1-2 Wochen wieder auf Richtung Norden.

Am Freitag hab ich das schnelle Ende meines ersten richtigen Drecksjobs hier in Australien auch schoen gefeiert. Bin mit Danish nach "Northbridge" von einem Club in den anderen, nur um am Ende mal wieder einen fiesen australischen Doener mit Lederfleisch zu essen...aber war sehr lustig.

Nun, die naechsten Tage muss ich mal wieder irgendSwie rumkriegen, mit lesen, fernsehen und essen - das, was man im Urlaub halt so macht!

Ich verbleibe mit einem schottischen Hosenboden,


Domme McSchnitzel

Donnerstag, 31. Januar 2008

Poerf



Haaaallo!

Mal wieder lange ist es her, dass ich einen Artikel geschrieben habe, doch umso mehr sollte man sich nun darueber freuen, nach langer Zeit wieder etwas zu hoeren. (HOEREN!)

Wie wir alles wissen (?), bin ich am 06. Januar zweitausendundacht von Kalgoorlie nach Esperance aufgebrochen. Nach einem kurzen Zwischenstop in Norseman (Junge, Norse - Man!) und einer warmen Konservendose Obstsalat, ging's unbeirrt weiter Richtung "Ja-da-gibt's-voll-die-schoenen-Straende-und-so"-Esperance. Zwischenzeitlich hatte ich uebrigens den Verdacht, dass mein geliebter Hooooooolden mehr Sprit verbraucht, als er eigentlich sollte. Es sollte bei einem falschen Verdacht bleiben, jedoch gab es bezueglich des Autos spaeter wenigstens doch noch was negatives zu berichten!

In Esperance hab ich dann erstmal einen Kaelteschock erlebt. Nur 25 Grad ! Nach angenehmen und vor allem konstanten 43 Grad in Kalgoorlie darf man sowas als Kaelteschock bezeichnen.
Ah, cool. Mir faellt grad auf, dass ich Esperance schon im letzten Artikel erwaehnt habe...nun gut, dann weiter nach Albany:

An den Weg dahin kann ich mich im Moment nicht mehr erinnern (muss wohl besoffen gewesen sein, oder so). Jedenfalls ist Albany das Schiltach Australiens. Mit See ! Sehr nett, hueglig und heimig. Top!
Eine Nacht verbracht - voll der Reim! - und weiter gefahren. Bevor ich mir Magret River und den ganzen Kram antun wollte, dachte ich einfach "Aaaach, direkt nach Perth!". Und mit diesem "Aaaaach" bin ich dann auch weiter gefahren, weil sich in Albany etwas Schreckliches ereignet hat! Schrecklich! Schreckl...ja! Ne, eigentlich hat es bei meiner Ankunft in diesem netten Oertchen einfach nur wie aus Eimern geschuettet. Die Sicht war gleich Null. Aber clever wie ich bin, hab ich einfach mal die Scheibenwischer angestellt und dem Regen somit eins ausgewischt (ey, voll das Wortspiel !).
Um nicht lange um den heissen Apfelkompott zu reden - das Gummi an einem der Scheibenwischer war am Ende nicht richtig befestigt, und somit hat sich langsam aber sicher ein Kratzer in meine Windschutzscheibe gebohrt. Mit jedem Wisch von rechts unten bis links oben und einem schrecklich schoenen Quietschgeraeusch wurde der Kratzer immer sichtbarer.
Selbstverstaendlich war sowohl vor, als auch hinter mir reger Verkehr und keine Moeglichkeit an die Seite zu fahren. Also musste ich solange dem schoenen Sound lauschen bis sich das Unwetter verzogen hat.
Anyway, wer sonst hat schon einen so schoenen Halbmond als Verzierung auf seiner Windschutzscheibe?

Jedenfalls (nach wie vor mein Lieblingswort) bin ich dann irgendSwann in Perth angekommen, um im guten aber teuren, weil zusaetzlich noch Parkplatz ich-hab-zu-bezahlen, YHA einzuchecken.
Hier sind mir dann auch die ein oder anderen Gestalten aus Kalgoorlie wieder ueber den Fuss gelaufen, wie z.B. die tasmanische Bratze Alex oder der aegyptische Nasenmann Ahmed.

Nun hab ich also schon drei Wochen in Perth verbringen duerfen und mich fast vergebens auf Jobsuche gemacht.
Meinen ersten Job hatte ich bei Taylormade Sports oder so. Einer Marketing-Bla-Bla Firma, die Promotion-Bla-Bla fuer Sportveranstaltungs-Was wohl? Genau Bla-Bla macht.
Jedenfalls (!) hatte ich die Ehre mit 15 Australiern meines Alters an einem Mittwoch durchs "WACA Cricket Stadium" zu laufen und Raffle-Tickets (Auslosungs-ja, -Lose, halt!) an den Mann zu bringen.
Ersten: Ich hasse es selber, wenn mir jemand irgendson Kram verkaufen will.
b) : Das ist gar nicht mal so einfach auf Englisch (oder eher Australisch).
Und viertens gabs nur 50 Cent pro verkauftes Los.
Jedenfa... Auf jeden Fall hab ich 125 Lose verkauft (VOR der Pause, danach hab ich gar nicht mehr versucht welche zu verkaufen, sondern mir einfach nur das "interessante" Cricket Spiel Indien vs. Australien angeschaut) und dementsprechend ganze $ 25 an einem Tag verdient.
Ich brauch nicht zu erwaehnen, dass das mein letzter Tag bei Taylorwurst Sports war!

Nach etwa 20 weiteren Bewerbungen uebers Internet, Jobagenturen und Imran, dem netten aber auch einfach verrueckten Inder, der mir einen Painter-Job mit $30 pro Stunde versprochen hat (Klar!), hatte ich das Glueck Daniel zu treffen. Einen Deutschen, den ich schon in Sydney kennengelernt habe (was fuer ein Zufall, einfach so beim Shoppen ueber den Weg gelaufen! - nein, nicht der Schoppen, den man nachem Fruehstueck trinkt!). Er hat jedenfal... auf alle Faelle einen Job als Labourer auf ner Baustelle und den Job werde ich ab Montag uebernehmen, da er sich wieder auf die Socken Richtung Norden macht.

Des weiteren ist es nicht erwaehnenswert, dass ich jeden Tag das kostenlose Angebot des Hostels nutze, ins GYM zu gehen (CBD Health Spa). Die machen Montags um 7 Uhr auf und schliessen erst wieder Freitag um 21 Uhr, nur um am Wochenende wieder auf zu machen.
Ist nicht besser als (wie) McShit, aber auch nicht schlechter (was ja auch kaum moeglich ist).

Gleich muss ich meine Karre ins Parkhaus fahren, weil der $ 60 Parkplatz (pro Woche) vom Hostel morgen frueh nicht zur Verfuegung steht. Als ich das erfahren habe, hab ich denen hier aber erstmal im Geiste den Vogel gezeigt und gesagt, dass ich nun wirklich keine $ 15 extra zahlen will, nur weil die hier mal auf dem Parkplatz nen Kran aufbauen wollen oder was! Also wird's mir erstattet.
Wie ihr's mir schon so gut beigebracht hab, Mum & Dad, man muss sich um jeden Scheiss selber kuemmern! Und immer nachfragen! Danke dafuer! =)

Uninteressant hinzuzufuegen, dass wir mal wieder einen Alkoholiker aufm Zimmer haben. Eiegntlich habe ich mich langsam dran gewoehnt, "mein" Schlafzimmer mit anderen, fremden Leuten zu teilen. Aber wenn dann wieder einer besoffen jede Nacht ankommt, die Tuer knallt und das Licht anmacht, dann sehnt man sich doch wieder nach seinem eigenen Bett!
"Ja, da haett ich dem aber die Meinung geblasen! Also, wenn ICH da gewesen waere..." -Ja, haette ich auch, aber so sehr wie der durchs Zimmer "geschunkelt" ist, da haett ich auch mit dem Kleiderschrank argumentieren koennen.

Anyway, alles halb so wild! Am Sonntag fahr ich wahrscheinlich mit nem Italiener nach Rottnest Island und jetzt gibt's erstmal Nudeln.

Auf ein baldiges!

Montag, 7. Januar 2008

End of chapter 4





Hallo, ey!


Lang ist's her und deswegen gibt's heut wieder einen neuen Eintrag. Und zwar aus Esperance.


Nach Sydney, Canberra und Adelaide habe ich nun auch Kapitel 4 meiner Reise - Kalgoooooooooorlie - abgeschlossen. An sich ist "Kal" ja schon ne ziemliche Kack-Stadt. So auch seine Einwohner. Und auch die Arbeit dort war mehr als langweilig. Hinzu kommt die uebertriebene Hitze und die penentranten Fliegen, die mich des oefteren auf dem Weg zum Supermarkt zu maltraitiren versuchten... anyway, es war irgendwie trotzdem ganz lustig. All die Leute, die ich da kennen gelernt habe, von Nick, Neuseelandkante, ueber Rob und Ben (a.k.a. Superman) bis hin zu Alex, der tasmanischen Schwuchtel und natuerlich Max und Alexander, die zusammen mit mir das deutsche Trio bilden.

Wir haben viel gearbeitet, gefeiert, scheisse gelabert und uns ueber Kalgoorlie abgelassen. Nach ueber 6 Wochen bin ich aber froh da raus zu sein und befinde mich jetzt seit gestern in Esperance. Bis morgen, dann gehts weiter nach Albany.


Leider hab ich das Gefuehl, dass meine Karre von Kal bis hierhin mehr Sprit verbraucht hat, als es eigentlich sollte. Die Tanknadel geht naemlich recht zuegig runter. Aber das werd ich morgen genauer ueberpruefen, wenn ich den Wagen volltanke und dann genau ausrechnen kann wieviel ich bis Albany verbrauche. Ich sehe zwar nicht, dass der Wagen Benzin verliert, aber riechen tue ich es schon...haaa, she'll be right !


Aso, an diesen Straenden (Mystic Bay und Twilight Bay - uhhuuuu) war ich uebrigens heute schwimmen. Keine Menschenseele, Kristallklares Wasser, schneeweisser Sand. Cooool. Aso, und gejoggt bin ich da dann einfach auch mal.


Jedenfalls hoff ich mal auf nen Job in Perth (,Pascal!). Da wuerd ich dann naemlich meinen naechstes Kapitel aufschlagen, wenne verstehst wassch mein', so!


"...der Vollidiot, eey! Naja, bis dann, ne! Euer Lukaaas!"

Dienstag, 11. Dezember 2007

Jetzt aber schnell!



Noch 10 Minuten kostbare Internetzeit...


Also, Alltagleben hat sich eingespielt in "Kal". Von Mo bis Sa arbeiten, ab heute Afternoon shift von 4pm til midnight - muss man auch mal mitgemacht haben.

und am Wochenende wird dann schoen gepartyt ! Mit nem ganzen bunch of buddies ausm Hostel vom ersten Pub, der um 1 zu macht, zum naechsten der um 2 zu macht, zum naechsten, der um 3 zu macht...und ratet mal wann der vierte zu macht? Aber irgendwann muss ja mal schluss sein!


So, dann noch ein Kommentar, warum auch nicht: Es sind einfach zu viele Germans in OZ! Fast die Haelfte der Leute ausm Hostel ist mindestens half german! Zu krass!


Anyway, ich lad jetzt einfach mal ein paar pics hoch und dann bin ich off! Und zwar off for work! Quasi. Die Fotos sind in der Kueche entstanden, die permanent von 2 Videokameras ueberwacht wird, weil es mal vorkommt dass da Essen geklaut wird! Auf dem Foto sind u.a. Alex, Steffen und Franzi - ja, Deutsche! Und der beste is immernoch Ahmed, der Aegypter!
So weit, so breit! Hatten wir das schon? Wha' ever!


Barbara Tiez, USA

Donnerstag, 29. November 2007

Nullabor and Kalgoorlie






Ehey!


Nach langer Zeit mal wieder ein kleiner Zwischenbericht. Diesmal aus der Public Library of Kalgoorlie:


Ich habe es also getan! Die Nullabor Plain durchquert! War dann doch nicht sooo gefaehrlich und einsam, wie mir jeder hier erzaehlt hat, aber doch, es war schon eine lustige Erfahrung. Nicht ganz so einsam, weil mir im Durchschnitt doch alle 15-20 Minuten jemand entgegengekommen ist, aber wenn man in dieser Zeitspanne einfach mal quer mitten auf der Strasse haelt, aussteigt und rumschreit ohne dass auch nur irgendSjemand einen hoert - dann fuehlt man sich doch wenigstens fuer 20 Minuten vom Rest der Welt verlassen und verloren! Und das hab ich natuerlich auch gemacht ;)


Habe von Adelaide bis Kalgoorlie 4 Tage gebraucht, wovon ich eine Nacht in der "Kein Baum Ebene" uebernachtet habe - auf einem Caravan Park versteht sich! No worries, Mum & Dad! :D

Tankstellen gab es dann doch nur alle 150-200 km und obwohl mein Commodore laut Trip Computer mit einem vollen Tank 750 km schafft, hab ich doch an fast jeder Tanke halt gemacht und aufgetankt. In bewohnten Gebieten wie hier, Sydney oder Adelaide kostet der Sprit im Moment (und das ist fuer Aussie-Verhaeltnisse schon teuer) um die $ 1,34. Im NICHTS kann der Preis dann gerne mal bis auf $1,83 steigen... anyway, knapp 20 Stunden durchs Nichts zu fahren war es wert!


Am Ende der "Strasse" gab's dann nur 2 Moeglichkeiten: Runter oder rauf, Sueden oder Norden, Esperance oder Kalgoorlie. Bin froh mich fuer Kalgoorlie entschieden zu haben. Werde aber sowieso noch nach Esperance und von daaus an der Kueste entlang Richtung Perth. Meine Ueberlegung war nur, ob es sich lohnt die 200 km nach Norden zu fahren, vor allem, da ich mir Kalgoorlie als kleines Outbackdorf vorgestellt hatte. Aber falsch gelegen. Actually, auf dem Weg dorthin hab ich im Lonely Planet etwas von "Kalgoorlie is a really surprise" und "it's almost urban" gelesen. Schon gross fuer ne Stadt mitten im Nichts!


Bin also Freitag, glaub ich, hier angekommen und hab im YHA Golddust Backpackers eingecheckt. Lucky wie ich bin hab ich noch das letzte Bett fuer diese Nacht erwischt! Das Hostel ist sehr ordentlich. Sauber, ruhig, Swimming Pool, grosse Kueche, etc. Kann ich nur weiter empfehlen *Smileywurst*! Hab dann Alex aus Berlin kennengelernt und bin mit ihm am Montag auf Jobsuche im Industriegebiet gegangen. Sind einfach mal von Company zu Company gelaufen und haben gefragt ob any jobs available are, you know! Nach ueber 10 Fabriken und bestimmt 7 ausgefuellten Einstellungsformularen hat uns dann finally Greg von ALS angerufen und gefragt ob wir nicht morgen, sprich Dienstag, anfangen wollen...Neeeeeee! Ja, klar Junge! Zack, so einfach war das! Und jeder im Hostel hat mir nahe gelegt Kalgoorlie wieder zu verlassen, wenn ich auf Jobsuche sei, da vor Weihnachten hier nichts zu finden waere. Hat wohl ne Menge Glueck dazu gehoert, aber sicherlich sind auch nicht viele von denen bei 38 Grad C durchs Industriegebiet gelaufen und haben den halben Tag nach nem Job gefragt.


Zum Job: So viel wir herausgefunden haben, analysiert "unsere" Firma in Laboren das Gestein, das aus den zahlreichen Minen rund um Kalgoorlie kommt, auf Gold, Mineralien und anderes Zeugs. Jedenfalls kommt dieses Gestein in Form von, nun ja, STEIN, an und diese STEINE muessen erstmahl pulverisiert werden. Also steh ich an 2 ziemlich krassen und vor allem aggressiven Maschinen und haue den ganzen Tag die Saecke mit den Steinen rein. Die Maschine moersert jedenfalls die Gesteinsbrocken zu feinem Pulver, das wiederum in kleine Tuetchen gepackt werden muss. Der interessante Teil jedoch besteht in der Tatsache, dass diese Maschinen (insgesamt 10 davon in der Lagerhalle) nicht weniger Laerm erzeugen, als eine Flughafenlandebahn zu Beginn der Ferienzeit! Und die Metallteile an dem Ungetuem werden durch die uebertriebenen Vibrierungen verdammt heiss. Nicht sehr erfrischen, wenn es draussen sowieso schon ueber 40 Grad C herrscht. Achso, und den erzeugten, aufgewirbelten Staub brauche ich nicht zu erwaehnen...aber dafuer haben wir ja die ganzen Sicherheitsutensilien, wie Maske, Handschuhe, Steel Capped Boots und Ear Muffs. Es war die Rede von etwa $17,50 die Stunde und dass wir auch Samstags arbeiten koennten, was nochmal extra Money macht, wegen Ueberstunden.


Es haette also nicht besser kommen koennen! Niemand weiss wie lange ich hier bleiben werde und ob ALS auch Weihnachtsferien macht, wie alle anderen Firmen hier, aber solang ich Knete machen kann und mir die Arbeit nicht zu sehr auf den Ruecken geht (ja, heul doch, Junge!) dann bleib ich noch ne Zeit.


Aprospos Zeit, meine laeuft grad ab, also schnell noch die Bilder hochladen und dann


schuess!


-hard working Jupp Domme

Sonntag, 18. November 2007

Adelaide in Retrospect

Hallo !

Am 10.10.07 bin ich in Adelaide angekommen.
Meine Absicht war es, Trudy und Horst Alexowitz, zwei Menschen, die mir bis dato völlig unbekannt waren und deren Adresse ich lediglich durch Freunde meiner Eltern erhalten habe, aufzusuchen und mit etwas Glück ein, vielleicht zwei Nächte dort zu verbringen, ehe ich mich wieder aufmache.

Nun sind fast 1,5 Monate vergangen. Ich habe in dieser Zeit eine Gastfreundschaft empfangen, die mir bis jetzt noch unbegreiflich ist. Trudy und Horst haben mir geholfen mein Auto auf Vordermann zu bringen, haben mir einen Job besorgt, mir Adelaide und Umgebung gezeigt, mir ein eigenes Zimmer bereitgestellt und mich mit "plenty of good German food" versorgt.

Ich habe für 6 Wochen ein familiäres Leben in Australien genießen können. Und das bei zwei Menschen, von denen ich in meinem ganzen Leben zuvor noch nie etwas gehört habe.

Ich bin sehr dankbar dafür und werde meinen Aufenthalt in Adelaide immer an erster Stelle mit der Erinnerung an Australien verbinden.

Am Mittwoch, 21.11., mache ich mich auf nach WA. Erstes Ziel ist wahrscheinlich Port Lincoln.